Kategorie: Regionales

Wäschereien sind nicht nur für Hotels

Wir leben in einer sehr hektischen Zeit. Unser Tagesablauf ist oft bis ins kleinste durchgeplant und dann bleibt oft das eine oder andere auf der Strecke. Frauen haben heutzutage kaum noch Zeit für den Haushalt, da sie selbst arbeitstätig sind. Falls auch noch Kinder da sind, wird die Zeit noch einmal enger. Das Waschen der Wäsche nimmt meist einige Zeit in Anspruch, auch wenn die Waschmaschine einen Großteil davon heute erledigen kann. Die Wäsche muss aufgehängt oder getrocknet, gebügelt und zusammengelegt werden. Das Verstauen im Schrank ist noch die kleinste Arbeit dabei.

Im Vergleich zum Waschen noch vor 100 Jahren ist das natürlich mit der Erfindung der Waschmaschine schon schneller geworden. Damals wurde noch per Hand und Waschbrett geschrubbt, damit auch die kleinsten Flecken heraus gewaschen werden. Das Bügeleisen wurde noch mit Kohle geheizt und dies hieß auch, besondere Vorsicht walten zu lassen, denn schnell war etwas verbrannt. Ein Waschtag war ein mühsamer langer Tag.

Bei Hotels und Pensionen beispielsweise, kümmerten sich schon damals speziell eingestellte Waschfrauen für die Wäsche, die strahlend weiß sein musste. Heute wird dieser Arbeitsgang gerne auf externe Wäschereien ausgelagert, denn für Gäste muss die Bettwäsche täglich sauber sein. Diese Mengen an Wäsche kann man kaum mit einer Waschmaschine und einem Trockner bewältigen, so werden professionelle Textilreinigungen hinzugezogen. Dies heißt jedoch nicht, dass Privatpersonen auf einen solchen Dienst verzichten müssen.

Wenn man sich täglich um Familie und Haushalt kümmern muss und auch noch einer geregelten Arbeit nachgeht, dann ist es keine Schande, sich von einer Wäscherei aushelfen zu lassen. Die Preise sind moderat und vor allem spart man viel Zeit, die man mit der Familie dann verbringen kann, anstatt in der Waschküche. Profis kümmern sich um die Wäsche und achten auch auf die richtige Pflege dabei. Es passiert nicht, dass die Wäsche verfärbt wird oder beim Bügeln verbrennt.

Ein sehr praktischer Dienst wird beim Cosmobutler angeboten, von dem man die Wäsche auch abholen und liefern lassen kann. Mit ganz einem einfachen Bestellvorgang kann man über das Internet eine Abholung veranlassen. Dies erspart zusätzliche Zeit, da man nicht aus dem Haus muss. Es lohnt sich einmal die Angebote anzusehen, denn eine Wäscherei ist nicht nur für ein Hotel gut.

Sicher durch den Winter fahren

Viele Autofahrer, vor allem jene mit Familie, bevorzugen im Winter ein grosses, leistungsstarkes Fahrzeug, das ausreichend Schutz bietet. Leider vergessen viele dabei, dass ein solches Auto gerade bei erschwerter Witterung wie Schnee und Eis einiges an Fahrkönnen voraussetzt. Denn die passende Bereifung und eine angemessene Fahrweise können die Sicherheit im Strassenverkehr um ein Vielfaches erhöhen.

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Geplante Einführung des Sauberkeitsrappens sorgt für Zwist im Berner Stadtrat

Der sogenannte “Sauberkeitsrappen” ist ein Thema, das die im Berner Stadtrat vertretenen Parteien stark spaltet. Während sich die Bürgerlichen gegen die Gebühr wehren, signalisieren linke Parteien Zustimmung.

Das umstrittene Projekt geht auf eine Initiative der SP zurück. Die Gemeinderätin Ursula Wyss präsentierte im vergangenen Juni einen Vorschlag, nach dem Eventveranstalter, Take-aways, Nachtclubs und Lebensmittelläden die Entsorgung von Abfällen im öffentlichen Raum mitfinanzieren sollen. Sogar Schulen sollen in die Pflicht genommen werden. Nach Angaben der Stadt werden jedes Jahr rund 12 Millionen Franken für die Abfallentsorgung aufgewendet.

Bei Geschäften soll die Gebühr über den Umsatz ermittelt werden. Bei sogenannten Präsenzverursachern, zu denen auch Eventveranstalter gehören, wird der Beitrag über die Besucherzahl berechnet. Die genaue Höhe der Gebühr steht derzeit noch nicht fest. Als Startdatum wird offenbar der 01. Januar 2016 angepeilt. Bis es so weit ist, müssen jedoch noch zahlreiche juristische Unklarheiten aus dem Raum geschafft werden. Vor allem das geplante Bonus-Malus-System, das Recycling- und Abfallvermeidungsmaßnahmen belohnen soll, sorgt derzeit für Auseinandersetzungen zwischen den Parteien.

Die gesamte Schweiz schaut auf Bern

Die Einführung einer Abfallgebühr wird auch in anderen Gemeinden diskutiert. Bern ist jedoch die bisher einzige Stadt, die ein solches Projekt realisieren will. Sollte der “Sauberkeitsrappen” zum Erfolgsmodell werden, ist damit zu rechnen, dass andere Städte nachziehen und ihrerseits eine Gebühr zur Abfallentsorgung einführen. Der Gemeinderat hat bereits 150.000 Franken bereitgestellt, um die Durchführung des Projekts voranzutreiben. Zusätzlich hat die Stadtregierung eine Erhöhung des Projektierungskredits auf 400.000 Franken beantragt.

In der Stadtkasse klafft ein großes Loch

Im Jahr 2012 kam das Bundesgericht zu dem Schluss, dass die Stadt Bern zwischen 2007 und 2012 illegal 20 Millionen CHF an Abfallgebühren erhoben hatte. Die Pauschalgebühr richtete sich nach der Bruttogeschossfläche der Geschäfte. Gemäss dem Verursacherprinzip mussten Gebäude mit viel Publikumsverkehr, unter anderem Kinos und Supermärkte, mehr bezahlen als Kioske und andere Kleinunternehmen. Pro Jahr flossen so knapp 5 Millionen Franken in die Stadtkasse. Die Rückzahlung der zu Unrecht erhobenen Beträge ist inzwischen fast abgeschlossen.

Kritiker sehen in dem “Sauberkeitsrappen”-Projekt einen neuerlichen Versuch, das Haushaltsloch mit einer Zwangsabgabe zu stopfen. Vorgebracht wird unter anderem der Einwand, dass Besucher von Nachtclubs, in denen hochprozentiger Alkohol ausgeschenkt wird, sich weniger rücksichtsvoll verhalten als Kunden von Take-away-Anbietern. An den Wochenenden seien manche Straßenecken von Glassplittern übersät, die von zertrümmerten Bierflaschen stammten. Es könne nicht sein, dass alle Berner Geschäfte und öffentlichen Einrichtungen dafür zur Kasse gebeten würden.

Die FDP spricht bereits von einer “Strafgebühr”, gegen die sie sich “mit allen Mitteln” wehren werde. Der Direktor der Innenstadtorganisation “Bern City”, Sven Gubler, fürchtet eine massive Erhöhung des Verwaltungsaufwands. Er vermutet außerdem, dass viele Geschäftsinhaber sich weigern werden, ihre Umsätze zu deklarieren.

Überlastete Justiz: Dem Kanton Bern entgehen jährlich Strafzahlungen in Millionenhöhe

Sogenannte “Kavaliersdelikte” wie Falschparken oder geringfügige Tempoüberschreitungen werden heute per Strafbefehl geahndet. Die Zahl der Verfahren hat im Laufe der letzten Jahre jedoch derart zugenommen, dass die Staatsanwaltschaften mit dem Abarbeiten der Vorgänge kaum nachkommen. Alleine im Bereich Verkehr gibt es pro Jahr Millionen von Vergehen, von denen die meisten nicht per Gerichtsprozess, sondern durch die Zustellung eines Strafbefehls erledigt werden. Auch im Kanton Bern erhalten Verkehrssünder eine amtliche Mitteilung, in der das Strafmaß verkündet wird.

Im Schweizer Strafrecht spielt der Strafbefehl seit jeher eine große Rolle. Die dahinterstehende Überlegung ist, Strafverfahren so weit wie möglich zu verkürzen und die Gerichte zu entlasten. Zudem fallen die Verfahrenskosten niedriger aus, da nur die Staatsanwaltschaft in den Vorgang involviert ist. Bereits vor dem Inkrafttreten der vereinheitlichten Strafprozessordnung 2011 wurden mehr als 90 Prozent aller Verfahren per Strafbefehl erledigt. Im Zuge der Reform wurde der Anwendungsbereich deutlich erweitert, sodass nun über 95 Prozent aller in der Schweiz begangenen Straftaten mit einem Strafbefehl geahndet werden können.

Ein weiterer Vorteil, den die neue Strafprozessordnung bietet, ist die Vereinheitlichung der Verfahrenserledigung. Massendelikte werden heute in jedem Kanton nach denselben gesetzlichen Vorgaben abgewickelt. Zudem erwarten die Verurteilten ähnliche Sanktionen. Als Richtschnur dienen die Strafmaßempfehlungen der Staatsanwälte-Konferenz, deren Präsident Rolf Grädel einer der bekanntesten Befürworter der neuen Regelung ist.

Der Pendenzenberg wächst immer weiter an

Im Kanton Bern gab es Ende 2011 eine Änderung des Personenbeförderungsgesetzes, die eine strengere Behandlung von Schwarzfahrern zum Ziel hatte. Aus diesem Grund gingen im Jahr 2013 rund 9.400 Strafanzeigen mehr ein als im Vorjahr. Aufgrund der fehlenden personellen Ressourcen sehen sich die Behörden jedoch außerstande, diesen Mehraufwand zu leisten. Die Konsequenz: Ende des Jahres waren noch rund 19.000 Strafbefehle hängig. Damit entgehen dem Kanton Einnahmen in mittlerer einstelliger Millionenhöhe.

Der Strafbefehl hat eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz

Rechtlich gesehen ist ein Strafbefehl nichts weiter als ein Angebot der Staatsanwaltschaft an den Beschuldigten. Nach Erhalt des Befehls hat dieser zehn Tage Zeit, Einspruch zu erheben. Dennoch akzeptieren die weitaus meisten Menschen die vorgeschlagene Strafe: Im Kanton Bern landet nur einer von 100 Strafbefehlen auf dem Tisch des zuständigen Richters.

Die hohe Akzeptanz des Strafbefehls liegt unter anderem darin begründet, dass das Zustellen eines Bescheides ungleich diskreter ist als ein Prozess, der in einem öffentlichen Gerichtsgebäude stattfindet. Gerade Prominente schätzen daher die Möglichkeit des abgekürzten Strafverfahrens. Die Boulevardpresse ist dafür bekannt, selbst kleinere Fehltritte so aufzubauschen, dass das Ansehen des Beschuldigten erheblich leidet. Durch die Annahme des Strafbefehls entgeht man einem peinlichen Gerichtsverfahren, dem prinzipiell jeder Schweizer Bürger beiwohnen kann.

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